Mit guter Rhetorik lässt sich alles Verkaufen – Das Dr.-Fox-Experiment

Ich habe die letzten Tage einen interessanten Artikel von Volker Kitz mit dem Titel Büropsychologie – Hauptsache, Sie sehen kompetent aus gelesen. Darin geht es um das Dr.-Fox-Experiment, wie das Auftreten des Referenten die Aufnahme von Vorträgen auf das Publikum beeinflusst. Das erstaunliche Ergebnis ist, dass eine gute Rhetorik, die Ankündigung als Experte und Business-Outfit einem alles abgenommen wird. Und seien die Fakten noch so falsch. Doch was macht einen Vortrag aus? Hier die Ergebnisse:

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Das Auftreten des Redners (visuelle Kommunikation 50 %) und die Art der Vermittlung (Akustik 40 %) nehmen hier einen Hauptteil ein. Nur 10 % entfallen auf den Inhalt eines Vortrages.

KW16/2014 – Wochenrückblick

Seit langem wird es mal wieder Zeit für einen kleinen Wochenrückblick. Der Eye-Tracking Anbieter EyeQuant verschickte einen Newsletter mit 3 interessanten Design-Tricks für eine bessere Blicklenkung:

Daniel Guechida stellt diese in dem YouTube-Video 3 Design Tricks für eine bessere Blicklenkung vor. Darunter spricht er die Betonung durch höheren Kontrast, Platzierung wichtiger Inhalte im Bereich links-oben und Ablenkung von kritischen Vorgängen entfernen an. 9:30 Minuten die jeder Online-Marketing-Experte oder Webdesigner nicht verpassen sollte. Gute Tipps die sich schnell und einfach umsetzen lassen, um die Conversion Rate zu steigern.

Meine Blogger-Ausrüstung oder Wie unterwegs erfolgreich bloggen mit dem richtigen Equipment

Nach der erfolgreichen Installation eines eigenen WordPress Blogs sollte sich ein Blogger Gedanken über sein Equipment machen. Ein Blogger sitzt ja nicht ständig vor dem PC und wälzt Pressemitteilungen für Veranstaltungen. Er sollte dort auch erscheinen und Berichten. Im Gegensatz zu den meisten Journalisten ist ein Blogger zusätzlich Fotograf, Experte auf seinem Gebiet, Kameramann, Interviewer, Vor-Ort Berichterstatter usw…

Um diesen Anforderungen zu entsprechen hat sich jeder Blogger seine eigene Arbeitsweise zu recht gelegt. Denn jeder Blogger hat seine Vorlieben für das Erstellen digitaler Inhalte. So finden sich bei den Meisten Digitale Spiegelreflexkameras, Camcorder, Smartphones, Tabletts, Notebooks und sogar einen guten alten Schreibblock. Doch nun zur meiner persönlichen Blogger-Ausrüstung die ich auf Reisen und Presse-Events bei mir habe:

Fotokamera

nikon-d800Zum Erstellen von Fotos nutze ich eine Spiegelreflexkamera. Klar ist diese groß und schwer und dennoch würde ich nie darauf verzichten. Warum? Sie macht unter allen widrigen Bedingungen, die ich kenne, einfach die besten Bilder. Dazu benutzte ich eine Nikon D800 SLR-Digitalkamera. Ein KB-Vollformastsensor und genialen ISO-Bereich sind für mich unerlässliche Eigenschaften dieses Werkzeugs. Freilich bietet die D800 um so einiges mehr, aber nun zum Zubehör: Ein gutes Stativ sollte nicht fehlen. Dieses nutze ich für Film- und Fotoaufnahmen. Gerade für Architekturaufnahmen ist dieses unablässlich. Mehrere Speicherkarten und Zusatzakkus sollten im Fotorucksack auch nicht fehlen. Filmaufnahmen fressen Speicherkapazität und Akkuleistung wie kleine Kinder Süßigkeiten.

Objektive

Seit Jahren vertraue ich auf Nikon Originalobjektive. Sie sind sehr gut Verarbeitet und haben mich noch nie im Stich gelassen. Robust gegen Sand, Staub und Regen verrichten sie mir treue Dienste. Denn, was ist schon eine gute Spiegelreflexkamera ohne gutes Objektiv. Nur im Team sind Höchstleistungen zu erwarten.

Nikon-AF-S-Zoom-Nikkor-14-24mm-1-28G-ED-ObjektivDas Nikon AF-S Zoom-Nikkor 14-24mm 1:2,8G ED Objektiv gehört zu meinen echten Lieblingen. Killer-Weitwinkel mit hervorragender Abbildleistung in allen Bereichen. Ich nutzte das Nikkor Objektiv für Architekturaufnahmen in Innenräumen und für besondere Blickwinkel bei Bild-Reportagen. Außerdem ist es durchgehend mit einer 2,8 Blende extrem Lichtstark. Einzig das kopflastige Gewicht ist gewöhnungsbedürftig.

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Nikon-AF-S-Zoom-Nikkor-24-70mm-1-28G-ED-ObjektivMit seinem 24-70 mm Brennseitenbereich ist das Nikon AF-S Zoom-Nikkor 24-70mm 1:2,8G ED Objektiv mein Immer-Drauf-Objektiv. Ob Fashion, Architektur, Messen, Veranstaltungen oder Sightseeing das Nikkor 27-70 meistert alles mit Bravour. Es hat zwar keinen eingebauten Bildstabilisator, trotzdem ist eine durchgängige 2,8 Blendenöffnung ein guter Kompensator und Stilmittel bei Por­t­rät­auf­nah­men.

trennstrich

Nikon-AF-S-Nikkor-50mm-1-14G-ObjektivWas in keiner Fototasche fehlen sollte ist das Nikon AF-S Nikkor 50mm 1:1,4G Objektiv. Eine Blendenöffnung von 1,8 erlaubt wunderschön kreative Fotografie und kultige 50 mm Festbrennweite gehören einfach dazu. Preislich mit knapp 400 Euro ist das Objektiv einfach der Hammer. Ich kann nur jeden empfehlen mit dem Teil zu spielen. Produktaufnahmen mit geringer Schärfentiefe geben den Fotos den richtigen Kick.

Videokamera

Persönlich nutzte ich meine Nikon D800 als Videokamera. Der Filmmodus mit seiner Full-HD-Filmfunktion bietet Sendequalität und ist schnell umgeschaltet. Meist bleibt nicht viel Zeit seine Ausrüstung zu wechseln, gerade als Blogger muss man schnell und flexibel reagieren können. Und deswegen ist diese Kombination für mich als Einzelkämpfer hervorragend.

Notebook

apple-mac-book-airFür mich gibt es nichts besseres als ein Apple MacBook Air. Es ist kompakt, robust, hat genug Leistung für Bild- und Videobearbeitung und bietet alle Anschlüsse die ich benötige. Außerdem bin ich immer mit meiner iCloud synchron und so mit meinen anderen Peripheriegeräten wie iMac und iPhone auf dem Laufenden. Der Bildschirm ist für seine Größe hell und bietet bisher die beste Qualität die ich auf mobilen Geräten gesehen habe. Und eine lange Akkulaufleistung sollten jeden Blogger überzeugen.

Smartphone

Das iPhone ist und bleibt für mich die ultimative Handquetsche. Das Teil bietet alles was das Bloggerherz begehrt. Foto, Video, E-Mail, Internet und immer Online und stetig verbunden mit Twitter, Facebook und Google+. Mal kein Foto zur Hand, kein Problem iPhone raus und Bild in die sozialen Netzwerke geschossen. Mehr braucht man glaube ich nicht zu schreiben.

Adapter

Gerade auf Reisen im Ausland sollte auf die Stromversorgung geachtete werden. Gute Hotels bieten in der Regel an der Rezeption Steckdosenadapter. Aber besser ist es selbst welche zu Besitzen.

Ich hoffe ich konnte Euch die Frage “Wie unterwegs erfolgreich bloggen mit dem richtigen Equipment?” beantworten und euch einen kleinen Einblick in das Leben eines Bloggers geben. Selbstverständlich gibt es weitere Gimmicks, aber diese würden den Artikel sprengen. Fragen zur Blogger-Ausrüstung sind gerne willkommen. Eure ganz persönlichen Equipment-Tipps könnt ihr im Kommentarfeld abgeben.

Die 6 Phasen der Blog-Monetarisierung

Ich bin kürzlich über den Artikel 12 Blogging Income Streams von Problogger Darren Rowse gestolpert. In diesem erklärt er seine 6 Phasen der Blog-Monetarisierung, die ihm eine Vollzeittätigkeit als Bloggen ermöglicht. Bestimmte Einnahmequellen ermöglichten ihn anfangs ein Leben als Teilzeitblogger. Trotzdem betrieb Darren 10 Jahre kontinuierlichen Blogaufbau und gründete über 25 Blogs. Schließlich, aus Zeitgründen, fokussierte er sich auf zwei Blogs die monatlich um die 20.000 $ Umsatz erzielen.

Für eine langfristige stabile Monetarisierung des eigenen Blogs müssen selbstverständlich Kriterien, wie ein stetig steigender Besucherstrom, gewährleistet werden. Wie das erreicht wird findet man im Blogpost 10 fundamentale Tipps für mehr Blog Traffic. Nun aber zu den 6 Phasen des Erfolgs:

1. Phase

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In der ersten Phase nutzte Darren Google AdSense und das Amazon Partnerprogramm. Diese Werbeformate sind schnell und leicht in den eigenen Blog integrierbar. Man darf zwar keine Höhenflüge erwarten decken aber die Kosten für Webspace, Domain und andere laufende Kosten.

2. Phase

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Nach Optimierung der Google AdSense anzeigen erhöhten sich bei Darren die Blogeinahmen. Er fing an Werbekunden direkt zu kontaktieren und verkaufte seine erste Werbeanzeige für 20 $. Eine weitere Einnahmequelle wurde das Affiliate Marketing. Er schrieb Produkt-Reviews und wurde dafür bezahlt.

Für sich alleine brachten die einzelne Einnahmequellen nicht viel ein. Aber zusammengenommen könnte sich was zusammenläppern. Eine wichtige Erkenntnis mit der Darren mit der Idee anfing als Vollzeitblogger zu arbeiten. Er würde nur mehr Besucher benötigen.

3. Phase

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In der 3. Phasen der Blog-Monetarisierung nutze der Profiblogger ein Werbenetzwerk. Mit diesem konnte er seine Einnahmen über Nacht verdoppeln. Eine feste Leserschaft wurde aufgebaut, die ein Grundeinkommen über den Blog garantieren.

4. Phase

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Neue Einnahmequellen entstanden aus der Person Darren Rowse. Seine eigene Popularität stieg und sein Expertenrat wurde gefragt. In der Offline-Welt generierte er weiteres Einkommen durch Consulting-Dienstleistungen und als Sprecher auf Konferenzen. Ein Buch mit Blogging-Tipps wurde unter seinem Namen zum Bestseller.

5. Phase

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Neue Vertriebs- und Kommunikationswege wie eBooks und Onlineseminare ermöglichten weitere Einnahmequellen und brachten eine Zeitersparnis, da Reisen unnötig wurde. Ein Mitgliedsbereich erhöhte die Kundenbindung und den Verkauf von eBooks. Ein neuer Bereich für Stellenanzeigen generiert kontinuierlich Einnahmen. Das Einkommen hatte einen bestimmten Level erreicht um ein Team rund um die Blogs aufzubauen.

6. Phase

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Zu guter Letzt wurden Events rund um das Bloggen in Australien veranstaltet. Auch bezahlte Workshops gehören dazu. Diese 12 Einnahmequellen wurden über 10 Jahre aufgebaut und erreichen ein Umsatz von über 100.000 $. Ziehen wir daraus ein Fazit:

Fazit

  • Eine Einnahmequelle reicht nicht aus für eine Blog-Monetarisierung
  • Nur wenige Blogs sollten ernsthaft betrieben werden
  • Es ist eine lange Zeitspanne nötig einen gewinnbringenden Blog als Lebensgrundlage zu etablieren
  • Die einzelnen Einnahmequellen müssen ständig optimiert werden
  • Eine feste Leserschaft und Bindung an den Blog ist essentiell für eine langfristige Blog-Monetarisierung

Urbane Mobilität der Zukunft – Wie das Home-Office dazu beitragen kann

Urbane-Mobilitaet-der-Zukunft

In meinem Artikel Mobilität der Megacity São Paulo weise ich bereits auf das starke Wachstum urbaner Lebensräume und dessen Mobilitätsansprüche hin. Rund 85 Prozent der Menschen in Europa werden im Jahr 2050 in Städten leben. Doch wie wird die urbane Mobilität der Zukunft aussehen? Wie könnte man die urbane Mobilität effizient und nachhaltig gestalten?

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Die Unternehmen Credit Suisse und Swiss Re untersuchten an ihren Standorten Zürich Süd und Adliswil die Praktikabilität und die Auswirkungen von flexiblen Arbeitsmodellen mit einem Pilotversuch genauer. Die Mitarbeitenden von Credit Suisse Zürich-Süd und Swiss Re in Adliswil wurden dazu eingeladen, flexible Arbeitszeiten und Arbeitsorte auszuprobieren. 96 % antworteten nach dem Pilotprojekt auf die Frage “Welche Vorteile haben Sie persönlich beim zu Hause arbeiten erlebt?” das sie Zeit gewinnen. 70 % finden das die Konzentration zu Hause besser war. Es ist davon aus zu gehen, das flexible Arbeitszeiten und das Home-Office den Pendelverkehr zu Spitzenzeiten entlasten. Arbeitnehmer haben weniger Zeitverlust und die Stressbelastung ist geringer.

Auch die beteiligten Unternehmen profitieren: Die Möglichkeit, flexibel zu arbeiten, zeugt vom Vertrauen der Führung und erhöht die Motivation und Produktivität der Mitarbeitenden. Die Unternehmen können sich als innovative Unternehmen profilieren, die sich für die Work-Life-Balance ihrer Mitarbeitenden, für die Umwelt und ihren Standort einsetzen.

Warum nicht mehr Home-Office?

Bisher setzen nur wenige Arbeitgeber das Home-Office ein. Obwohl die Infrastruktur es hergibt. 79 % aller deutschen Haushalte verfügen über einen Internetzugang. 75 % sogar über einen Breitbandanschluss. Die Wissenschaftler Nicholas Bloom, James Liang, John Roberts und Zhichun Jenny Ying untersuchten in einem Experiment ob Heimarbeit produktiver sei. Sie fanden heraus, dass die Heimarbeit 13 % die Produktivität steigert. Die Pausen und Krankheitsausfälle reduzierten sich. Allerdings handelte es sich bei der Testgruppe um Callcenter-Mitarbeiter. Gerade das Tratschen am Kaffeeautomaten und Teamwork seien ein Quell für Ideenreichtum und Kreativität. Ein unablässiges Credo für die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen. Wissenstransfer findet (leider) in fast allen Unternehmen von Gesicht zu Gesicht statt und weniger über digitale Kanäle.

Fazit

Halten wir fest: Für Aufgaben die auf reine Produktivität abzielen eignet sich das Home-Office hervorragend. Für die Entwicklung neuer Ideen sind soziale Interaktionen notwendig. Um die urbane Mobilität der Zukunft zu gestalten könnte ein geeignetes Modell zwischen den beiden Arbeitsbereichen entwickelt werden. Eine zusätzliche Optimierung der Reisezeit und -route, beispielsweise über eine Smartphone App, trägt zur Entlastung des Verkehrsnetzes bei.

Quellen:

Designgeschichte Mercedes-Benz S-Klasse

Die A-Klasse, die B-Klasse, die CLA-Klasse, die CLS-Klasse und auch die neue S-Klasse hat sie: Die Dropping Line – Eine vordere, nach hinten abfallende Strukturkante oberhalb des Kotflügels. Mercedes-Benz will an traditionelles Design anknüpfen und verpasst der Karosserie eine charakteristische Dynamik. Im Video Designgeschichte Mercedes-Benz S-Klasse wird evolutionär das Design der Modelle von 1951 bis 2013 abgebildet.

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Die neue S-Klasse von Mercedes-Benz im Seitenprofil. Mercedes-Benz über das neue Design:

Eine dezent von vorne nach hinten abfallende Charakterlinie – die markentypische „Dropping Line“ – strukturiert die Seitenwand auf elegante Weise und schafft bereits im Stand zusätzliche Dynamik. Durch die fein gezeichnete konvex-konkave Bewegung der gesamten Flanke entsteht ein sehr kraftvoller und gestreckter Wagenkörper, der zugleich Spannung und Gelassenheit demonstriert. Durch die ausgeprägte Schulter über dem Hinterrad wird der athletische Charakter des Fahrzeugs besonders betont.

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Zum Vergleich: Der Mercedes-Benz 300 Baujahr 1952 besitzt einen großen Radkasten mit einer abfallenden Kante über die vorderen Türen. Die grüne Linie symbolisiert die Dropping-Line der neuen S-Klasse.

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Der Mercedes-Benz 220 Baujahr 1955 hat ebenfalls die abfallende Kante oberhalb des Kotflügels. Jetzt dezenter und weiter nach hinten gezogen. Sie verschwindet in den vorderen Türen. Schön zu sehen das die Dropping Line einen ähnlichen Bogen, nur weiter ausgeführt, hat.

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Eigentlich ordnet Mercedes-Benz die S-Klasse in die Kategorie der traditionellen Design-Philosophie ein. Sie soll keinem kurzlebigen Trend folgen und zeitlos erscheinen. Attribute die eine Lang­le­big­keit der Dropping Line bescheinigen.

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Steffen Köhl, Leiter des Mercedes-Benz Advanced Design Studio, gab 2012 einen Ausblick auf die Oberflächenbeschaffenheit der Zukunft. Diese wird runder mit angedeuteten Kanten sein. Auf scharfen Kanten verzichtend und einer noch klareren Linie folgen. Ein Mix aus vergangener Zeit mit starken, feminin wirkenden Rundungen und heutigen Designcharakteristika.

Die Psychologie der Farben

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Die psychologische Wirkung von Farben behandelte erstmals Josef Albers 1963 in seiner Farbbibel “Interaction of Color”. Er untersuchte experimentell, nach dem bewährten “try and error”-Prinzip, die physikalische und psychologische Wirkung von Farben. In Albers Studie an der Yale University stellte er folgende drei Punkte fest:

  1. Farbe ist nicht in erster Linie ein physikalisches, sondern ein psychologisches Phänomen.
  2. Wir sehen Farben fast nie als das, was sie ist; Farbe ist deshalb das relativste Medium in der Kunst, und es gibt nie nur eine einzige Lösung für visuelle Formulierungen.
  3. Unser Farbgedächtnis ist – im Vergleich zum Ton-Gedächtnis – sehr schlecht.

Interessant an Josef Albers Studien ist die Feststellung, das Menschen ein äußerst schlechtes Farbgedächtnis aber ein sehr gutes auditives Gedächtnis haben. Melodien die ein- oder zweimal gehört wurden kann unser Gedächtnis mit Leichtigkeit wiederholen. Dagegen ist unsere Farbnomenklatur äußerst spärlich: Unsere Alltagssprache verfügt über etwa dreißig Farbnamen.

Die beliebtesten Farben

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Die Soziologin und Psychologin Dr. Eva Heller untersuchte in einer Studie “Wie Farben auf Gefühl und Verstand wirken”. Sie befragte 2000 deutsche Männer und Frauen nach ihren Lieblingsfarben und Farben die sie ablehnen würden. Spannende Ergebnisse lieferten die Untersuchungen von Farbkombinationen. Je nach prozentualen Anteil oder durch hinzufügen einer weiteren Farben entstehen unterschiedliche emotionale Wahrnehmungen. Die Befragung der 2000 Teilnehmer ergab ein eindeutiges Resultat: 45 % gaben Blau als ihre Lieblingsfarbe an.

So ist es nicht verwunderlich, dass die Untersuchung von 100 globalen Top Marken zum Ergebnis führt, das 33 % für ihr Firmen-Logo die Farbe Blau einsetzen. Dicht gefolgt von 29 % Rot und 28 % Schwarz oder Grautönen. 13 % benutzen Gelb oder Gold. Studien haben gezeigt das Konsumenten 60 – 80 % ihre Kaufentscheidung von der Farbe abhängig machen. Das erste was dieser wahrnimmt ist die Farbe und somit gehört diese zu dem wichtigsten Gestaltungsmerkmal eines Logos oder Produkts.

Die unbeliebtesten Farben

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20 % wählten Braun, in die Eva Heller Studie, zur unbeliebtesten Farbe. Keine Überraschung, da Braun häufig Gefühle wie Traurigkeit, Isolation und Schmutz auslöst. Auch setzen nur 2 % Braun als ihr Firmen-Farbe ein. Insgesamt lehnen 13 % Grau und Silber ab. Für das diese Farben so unbeliebt sind werden diese, wie in der nachfolgenden Statistik sichtbar, recht häufig verkauft.

Personenkraftwagen-Farben

Von Januar bis März 2013 wurden in Deutschland 673.957 Autos neu zugelassen. Davon 28 % mit der Lackfarbe Grau. Die Lieblingsfarbe der Deutschen liegt mit 8 % nicht gerade an der Spitze. Doch warum ist die Farbe Grau (ich definiere aus Gründen der Assoziation Grau = Silber) mit Schwarz auf Platz 1, obwohl diese so unbeliebt ist?

Teilweise unterliegen Farben jährlichen Trends und wechselnden Moden. Beispielsweise die Lackfarbe Weiß ist derzeit äußerst angesagt und passt zu dem Zeitgeist Nachhaltigkeit, Ökologie und sozialer Verantwortung. Daneben hat Farbe eine Funktion die meist rationaler und nicht ganz so emotional betrachtet wird. Grau ist beim Gebrauchtwagenmarkt für seine bleibende Stil-Sicherheit bekannt und für die Erzielung eines guten Wiederverkaufswertes ausschlaggebend.

Assoziationen von Farben

Die folgende Aufstellung listet Farben und ihre emotionale Wirkung auf Menschen.

Farb-Assoziationen-Psychologie

Die Psychologie der Farben wird ebenso gerne von Gestaltern wie auch von Künstlern angewendet. Wassily Kandinsky, einst Lehrer am Bauhaus, ordnete den Farben tiefere Bedeutungen und Assoziationen zu und stellte sie in Gegensatzpaaren gegenüber. Er nutzte einzelne Farbattribute und kombinierte sie neu. Diese Erkenntnisse der komplementären Farben finden auch ihren Einsatz im Corporate Design. 95 % der Firmenfarben bestehen aus einer oder zwei Farben.

Zusammenfassung

  • Farben wirken für den Moment
  • Farben sind pure Emotion
  • Blau ist die beliebteste Farbe
  • Braun ist die unbeliebteste Farbe
  • Farbe ist 60 – 80 % kaufentscheidend
  • Farben unterliegen saisonbedingten Trends

Quellen:

Wissensmanagement einführen – Den Rohdiamanten schleifen

Wissensmanagement

Wissen ist in den meisten Unternehmen ein Rohdiamant. Warum ein Rohdiamant? Das vorhandene Wissen ist meist nicht zugänglich, ein Transfer findet nur selten statt, es ist versteckt oder geht, im schlimmsten Fall, verloren. Gesammelt, archiviert und für jeden verfügbar ist es ein “Gehirn” des Unternehmens und ein echter Schatz. Die Vorteile eines Wissensmanagement liegen auf der Hand:

  • Mitarbeiterwissen bleibt auch bei Verlassen des Mitarbeiters im Unternehmen erhalten
  • Wiederkehrende Prozesse werden vermieden
  • Wiederholende Arbeiten werden nicht mehrfach ausgeführt
  • Zeitersparnis durch schnelles Auffinden von Wissen
  • Recherchearbeit verkürzt sich immens
  • Wissen ist Global abrufbar
  • Integration von externen Wissenserwerb erhöht die Kompetenzen der Mitarbeiter

Einführen eines Wissensmanagement

Frank Albrecht definiert 1993 Wissensmanagement so: Ein integriertes unternehmensweites Wissenssystem ist das Ziel eines Wissensmanagements. Dabei sieht er Wissensmanagement als operative und strategische Aufgabe – mit primärer Verantwortung in den oberen Führungsebenen. Drei Gestaltungsbereiche dienen als Ansatzpunkte für die Aufgaben des Wissensmanagements:

  1. Das Wissensressourcen-Management befaßt sich mit der Wissensentwicklung und den Wissensquellen.
  2. Das Humanressourcen-Management ist auf die Mitarbeiter als Wissensträger und Wissensarbeiter abgestellt.
  3. Auf die technischen Aspekte im Umgang mit Wissen im Unternehmen zielt das Wissenstechnik-Management ab.

Operative Schlüsselfragen des Wissensmanagements die definiert werden müssen:

  • Wer im Unternehmen braucht wann und wozu welches Wissen?
  • Wie und woher ist dieses Wissen zu beschaffen?
  • Wo ist welches Wissen gespeichert?
  • Wer darf wann auf welches Wissen zugreifen?
  • Wann und wie wird welches Wissen verarbeitet?

Weiteres müssen dem Management von Wissen die Aufgaben Aufbau, Vertiefung, Modernisierung, Pflege, Aktivierung, Konservierung, Bereitstellung, Verteilung und Vervielfältigung verteilt werden. Ratsam ist die Erstellung eines Organigramms mit Kontaktmöglichkeiten des jeweiligen Aufgabenbereichs.

Hürden von Wissensmanagement

Der Betrieb eines erfolgreichen Wissensmanagements ist geknüpft mit einer hohen Disziplin und einem klaren Regelwerk. Linguistische Kommunikationsschwierigkeiten in der Terminologie sind ebenso Fallstricke wie eine unklare Rollenverteilung in der administrativen Organisation.

Zusätzliche Hürden können eine hohe personelle Fluktuation darstellen. Diese lassen Praxisgemeinschaften entstehen, in denen spezielle Wissensdomänen gemeinsam kultiviert werden. Ferner wird Wissen immer mit Macht und Einfluß verbunden, so daß Wissen anderen vorenthalten wird, um den eigenen Status im Unternehmen zu sichern.

Mein persönliches Lieblingszitat:

Wissensmanagement wird bisher vor allem als strategisches und normatives Thema behandelt. Auch wenn die bunte Berater-Literatur den Eindruck erweckt, Wissensmanagement könne man erwerben und einführen wie ein Werkzeug oder Produkt, dessen Benutzung quasi von selbst zum Erfolg führt, liegen bisher wenig verallgemeinerbare Erfahrungen vor.

Quellen:

The Re-Imagining of Microsoft – Das neue Brand- und Produktdesign von Microsoft

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Todd Simmons und Albert Schum gaben am 17. April 2013 in Oslo einen seltenen Einblick in das neue Brand- und Produktdesign von Microsoft. Albert Schum ist General Manager in der Microsoft Abteilung Windows Phone Design Studio und ein echter Insider und Mitbegründer des Metro-Designs des Microsoftkonzerns. Todd Simmons ist Executive Creative Director bei der Brandagentur Wolff Olins.

Microsoft engagierte vor ein paar Jahren den International Brand Consultant Wolff Olins für ein neues Marken-Image. Das entstandene Design findet sich auf und in jedem neuen Microsoft Produkt. Es beinhaltet die klassischen Designcharakteristika des Schweizer Grafikdesigns wie:

  • Grotesk-Schriftschnitte – Eine schnörkellose klare Typografie.
  • Grid-System – Ein festes Raster gibt eine feste Gestaltungsstruktur vor.
  • Signaletik – Klare, einfarbige Piktogramme erleichtern die Zuordnung der Produkte.
  • Reduktion – Auf das wesentliche Konzentrieren erhöht die Wahrnehmungs-Geschwindigkeit.

Aller Anfang ist schwer

Das Umsetzen eines neuen Brandingdesign einer so großen Firma gestaltet sich immer schwer. Beide kommentieren dies am Anfang mit “It’s a journey” und “A long way”. Das neue Brandingdesign ist selbstverständlich ein radikaler Schritt, doch Innovationen gehen immer mit Risiken einher.

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Das letzte Jahr brachte für den Microsoft Konzern große Veränderungen mit sich. Es wurden große Projekte angestoßen wie Microsoft Stores und andere Investitionen getätigt.

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Todd Simmons sprach die Geschwindigkeit des Marktes an und das dies eine große Herausforderung ist. In der Vergangenheit konnte man an einem Projekt über Jahre arbeiten und dann veröffentlichen heute ist der Innovationszyklus um einiges kürzer. Beim “Re-Imagining” von Microsoft mussten alle Geschäftsfelder und Produkte der Firma berücksichtigt und auf eine Design-Linie vereint werden. Die Vorteile eines gemeinsamen Brandings sind:

  • Kostenersparnis beim Managen der einzelnen Marken
  • Mehr Kapazitäten für die Entwicklung von Innovationen
  • Weniger externe Agenturen und Personal seitens Microsoft werden für einen Designprozess benötigt

Design als Mitarbeitermotivation

“Eine starke Unternehmenskultur erschafft großartige Produkte” ist einer der Leitsätze beim Microsoft Re-Branding. Todd Simmons stellt beim Re-Imagining den Fokus auf die Mitarbeiter bei Microsoft. Das Leitbild ist der Nerd, der auch gleichzeitig der Kunde von Microsoft Produkten ist. Ein gutes Produkt ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Marketing und Branding.

Albert Schum arbeitete mit 80 Kollegen an dem Windows Phone. Dabei legte sein Team viel Wert auf die Bedürfnisse des Kunden. Gleichzeitig wird das User Interface Design in den unterschiedlichen Produkten wie Tablets, PCs oder der XBOX verwendet.

Interaktion mit Informationen

Zusammengefasst ist das neue UI eine spielerische Interaktion mit Informationen nach persönlichen Bedürfnissen. Dies stellt eine Ansammlung von authentischen Mitteilungen aus verschiedenen Kommunikationskanälen wie z.B. E-Mail, Facebook, Twitter, Skype oder dem Terminkalender dar. Der Verzicht auf überflüssigen Spielereien hebt den Fokus auf wichtigen Content und schafft eine transparente Kommunikation.

Ein Design für Alles

Das Besondere an dem Re-Imagining von Microsoft ist, dass das “Brand OS” viele Funktionen gleichzeitig erfüllt:

  • Farben und Symbole finden sich auf Verpackungen, Werbemittel, Anzeigen, TV- und Internetkampagnen
  • Responsive Design – Tablets, PCs oder Smart Phones haben das gleiche User Interface
  • Webseiten nutzen gleiche Farben, Typografie und Grafik-Elemente
  • Accessoires sind nach den Brand OS Kriterien gestaltet

Weitere Interessante Links dazu:

Public Relations Maßnahmen

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Der deutsche PR- und Kommunikationswissenschaftler Albert Oeckl definierte Public Relations so:

Aus langjähriger praktischer Erfahrung, zahllosen Diskussionen, Studium der aus- und inländischen Fachliteratur und vielfältigen eigenen Überlegungen habe ich unter Berücksichtigung aller Faktoren die folgende Definition der Öffentlichkeitsarbeit entwickelt … Das bewusste, geplante und dauernde Bemühen, gegenseitiges Verständnis und Vertrauen aufzubauen und zu pflegen (1964)

Gesamtfunktion

Die Gesamtfunktion des Public Relations lässt sich in fünf Teilfunktionen aufteilen:

  • Informationsfunktion: Die Übermittlung von Informationen über das Unternehmen an relevante Zielgruppen mit dem Ziel, eine verständnisvolle Einstellung im Hinblick auf das Unternehmen und seine Situation zu erzielen.
  • Imagefunktion: Den Aufbau und die Änderung einer Bestimmten Vorstellungsbildes von dem Unternehmen im Urteil der Öffentlichkeit zu Stande zu bringen.
  • Führungsfunktion: Die Beeinflussung der relevanten Öffentlichkeit im Hinblick auf die Positionierung eines Unternehmens auf dem Markt.
  • Kommunikationsfunktion: Das Zustandebringen von Kontakten zwischen dem Unternehmen und relevanten Zielgruppen (z. B. Verbänden, Parteien, Kirchen, Ländern, Kunden, Gemeinden usw.).
  • Existenzerhaltungsfunktion: Die glaubwürdige Darstellung der Notwendigkeit des Unternehmens für die Öffentlichkeit.

PR-Maßnahmen

Public Relations Maßnahmen können sich an die externe Öffentlichkeit sowie auch an die interne Öffentlichkeit wenden. Unter die interne Öffentlichkeit versteht man die Mitarbeiter oder eingebettete Dienstleister.

Externe Maßnahmen:

  • Ausstellungen
  • Tag der offenen Tür
  • Betriebsbesichtigungen
  • Stiftungen
  • Unternehmensvideos und Filme
  • Informationsveranstaltungen z. B. für Schüler oder Studenten
  • Informationsbroschüren
  • Internetauftritte (Firmenwebseite, Microsites, Landingpages)
  • Vortragsveranstaltungen für Kunden und Interessanten
  • Seminare
  • Branchen PR-Aktionen
  • PR-Anzeigen
  • Geschäftsbericht
  • Sozialbericht
  • Ökobericht (Nachhaltigkeit und Mülltrennung)
  • Firmenjubeläum
  • Fest- und Jubiläumsschrift
  • Presseinformationen
  • Pressekonferenzen
  • Redaktionelle Beiträge
  • Veranstaltungen von Wettbewerbern unterschiedlicher Art
  • Interviews in Presse, Blogs, Internetkanälen und Fernsehen
  • Kundenzeitschrift
  • Internet-Portal für Feedback
  • Soziale Medien
  • Firmenblog

Interne Maßnahmen:

  • Mitarbeiterzeitschrift
  • Interne Mitteilungen
  • Informationsschreiben
  • Schwarzes Brett
  • Intranet
  • Betriebsversammlungen
  • Veranstaltungen für Mitarbeiter und Angehörige
  • Informationsvideos und Filme
  • Vorträge
  • Hotline
  • Whistleblower System
  • Sozialbericht
  • Mitarbeiterstammtisch
  • Mitarbeiterbefragung
  • Beschwerdestelle
  • Betriebliches Vorschlagswesen
  • Mitarbeiterjubeläen
  • Forum
  • Blogs
  • Soziale Medien – eigene Mitarbeiterkanäle

Quellen:
Hans Christian Weis: Marketing; Kiehl Verlag