FrameMaker 10 Absatz Sprache global ändern

01_framemaker-10-absatz

Um die Sprache im Adobe FrameMaker 10 für alle Absätze global zu ändern gibt es eine einfache Funktion. Nützlich wenn man Absatz Formate aus fremdsprachige Dokumenten oder Büchern importiert. Dabei werden alle Wörter nach der fremdsprachigen Rechtschreibprüfung als falsch markiert. Ein regelrechtes Rot-Stift Massaker tritt in den Dokumenten ein. Mühselig wenn alle Absätze manuell geändert werden müssen. Um diesen Fehler auf einfache Weise schnell Herr zu werden, geht man folgendermaßen vor:

02_framemaker-10-absatz

  1. Cursor in einen beliebigen Absatz im FrameMaker Dokument platzieren.
  2. Im Fenster Absatzgestaltung auf Button Standardschrift klicken.
  3. Jetzt die Tastenkombination auf der Tastatur SHIFT + F8 gemeinsam drücken.
    -> Alle Felder werden auf Beibehalten gesetzt.
  4. Unter Sprache die gewünschte Sprachauswahl treffen. (Z. B. Deutsch)
  5. Auf Befehle (links unten Dreieck) > Option für globale Aktualisierung… klicken.
  6. Im Fenster Optionen für globale Aktualisierung… die beiden Optionen Standardschrift und Alle Absätze und Katalogeinträge auswählen.
  7. Mit Klick auf Aktualisierung bestätigen.

Die Wahrheit, was wirklich passierte und was in der Zeitung stand

Martin Haase und Kai Biermann hielten auf dem 29c3 einen interessanten Beitrag mit dem Titel “Die Wahrheit, was wirklich passierte und was in der Zeitung stand” über Sprache. Auch ihr Blog neusprech.org sollte ebenfalls aufgesucht werden.

Inhaltlich wurde das Thema “Framing” mit Beispielen erörtert. Diese waren das “Guttenberg-Passiv” und das “Merkel-wir”. Eine gute Sensibilisierung der Sprache und des verwendeten Stils die die Vortragenden kommunizierten.

Die Folie der Passivierung gehört daneben zu den wichtigsten Informationen:

Funktion der Detransitivierung (Passivierung, man …)

  • verbirgt den oder die Verantwortlichen oder wichtige Informationen
  • Aussage schwerer zu widerlegend bzw. anzuzweifeln

Ein Zitat über das Passiv von Stephen King aus „Das Leben und das Schreiben“ trifft es genau:

„Ich glaube, dass ängstliche Schreiber das Passiv aus dem gleichen Grund mögen, aus dem ängstliche Liebhaber passive Partnerinnen bevorzugen. Das Passiv ist sicher. Man muss sich nicht mit lästigen Vorgängen auseinandersetzen; das Subjekt muss einfach nur die Augen schließen und an England denken, um mit Königin Victoria zu sprechen. Ich glaube auch, unsichere Menschen haben das Gefühl, das Passiv verleihe ihrem Text Autorität, vielleicht sogar etwas Majestätisches. Wenn Sie Bedienungsanleitungen und Gesetzestexte majestätisch finden, dann ja.“

Zitat Gefunden im Buch: Das Mailing: Planung, Gestaltung, Produktion