Persönliche nutze ich einige Adobe Programme wie Photoshop, Illustrator, FrameMaker oder InDesign. Allerdings ist es mittlerweile ein steigender Kostenfaktor alle Tools auf den neuesten Stand zu halten. Adobe verkürzt die Produktzyklen und bringt sogar X.5-Versionen als kostenpflichtiges Upgrade auf den Markt. Deswegen liebäugle ich seit längeren mit der Adobe Creative Cloud.
Dort soll es alle Adobe Kreativprodukte als Vollversion geben. Als Gegenleistung verlangt Adobe ein monatliches Entgelt von 24,59 € für jedes einzelne Programm oder 61,49 € für alle Programme in einem Jahresabo. Die Programme nennt Adobe nur kurz App und verspricht exklusive Funktionen und Produktupdates sofort bei Verfügbarkeit. Dazu gibt es noch 20 GB Cloudspeicher. Damit versucht auch Adobe zu einem Cloud-Anbieter aufzusteigen. Eine gute Idee, da nicht jeder gleich alle Programme benötigt oder nicht das Geld hat eine komplette Suite zu kaufen.

Ich entschied mich für die Einsteiger-Version. Diese ist kostenlos und bietet einen 30-Tage-Testzugang mit 2 GB Cloudspeicher. Angemeldet habe ich mich mit meiner Adobe-ID. Nach ein paar Sekunden bekomme ich die Cloud Oberfläche im Browser angezeigt. Diese gestaltet sich recht übersichtlich mit einer Sidebar und Header. Große intuitiv zu bedienen Buttons runden das Gesamtbild ab.

Als erstes möchte ich ein verpacktes InDesign-Projekt in die Cloud hochladen. Das wird mir gleich verweigert, da keine gesamten Ordner über den Browser hochgeladen werden können. Ordner müssen manuell angelegt werden. Also erst mal einen Ordner flux in der Cloud angelegt und das InDesign Dokument hochgeladen. Ohne Probleme hat die Cloud das Dokument erkannt und zeigt einige Informationen dazu an. Wie groß die Datei ist und welche Schriften verwendet wurden. Man kann durch die Seiten blättern und in eine Vollbildansicht umschalten. Sehr übersichtlich, fast wie eine abgespeckte Bridge.

Jetzt möchte ich die Datei in der InDesign App öffnen. Dazu muss zunächst der Adobe Application Manager heruntergeladen werden. Nachdem dieser installiert wurde, werden dort die Adobe-ID Daten abgefragt. Schnell eingegeben zeigt dieser eine Reihe von Programmen an. Der Download von InDesign beginnt automatisch. Nach dem Download beginnt ganz von selbst die Installation. Mit einem Klick auf Starten hinter dem App-Icon öffnet sich InDesign CS6.
Etwas nervig gestaltet sich der Abbruch einer App-Installation. Diese muss danach wieder mühselig neu heruntergeladen werden. Bei einer langsamen Internetverbindung kann dies ewig dauern, da die Apps die Größe der Originalprogramme haben.

Mit der App Creative Cloud Connection wird ein vergleichbarer Client-Dienst wie DropBox installiert. Mit diesem können Ordner mit komplexen Unterordnerstrukturen per Drag and Drop in die Adobe Creative Cloud hochgeladen werden. Ordnersymbole zeigen den Synchronisationsstatus mit der Cloud an. So dient der Browserzugang zur Cloud um Dateien schnell herunterzuladen oder sich einen Überblick über den aktuellen Projektstatus zu verschaffen. Es wird auf jeden Fall empfohlen die App zu installieren. Unterwegs an Fremdrechner reicht der Zugriff über den Browser.
Hier noch ein Vergleich der Ansichten der Dateien im Finder mit der Creative Cloud Connection und im Browser in der Adobe Creative Cloud:

Creative Cloud Connection

Adobe Creative Cloud
Das war erst mal ein kurzer Selbstversuch mit der Adobe Creative Cloud. Es macht Spaß damit zu arbeiten. Alles erklärt sich von Selbst und ist schnell installiert. Mit nur einem Klick lassen sich die Apps auf den Rechner bringen und mühsame Eingaben von Product-Keys gehören der Vergangenheit an.








